Varen
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GIS Varen

Auf der rechten Seite des Rhonetals, zwischen Leuk und Salgesch am Rand des Pfynwalds gelegen, ist Varen als «Weininsel im Wallis» bekannt. Grundeigentümer, Kaufinteressenten und Fachpersonen aus der Immobilienbranche können online die Parzellendaten, Grundbuchpläne, Grenzpunkte und Gebäude dieser Gemeinde einsehen, deren Wirtschaft bis heute vom Weinbau geprägt ist.

Ein Gemeindegebiet zwischen Rebbergen und Varneralp

Das Gemeindegebiet von Varen erstreckt sich über 12,92 km² (1276 ha), zwischen 552 und 2997 m ü. M. Der Grundbuchplan zeigt eine für das Weinbaugebiet typische, intensive Nutzung der tiefer gelegenen Flächen: Auf 132 Hektaren werden jährlich rund eine Million Liter Wein produziert, verteilt auf zehn ausschliesslich familiär geführte Kellereien. Im Nordwesten gehört zudem die höher gelegene Varneralp mit der Bergweide Chumme zum Gemeindegebiet, begrenzt von der Bergkette zwischen Nuseyhorn und Tschajetuhorn.

Mehrere historische Bewässerungsleitungen (Suonen) führen Wasser von den Bergbächen zur Feldflur von Varen — ein System, das bis heute für die Rebbewässerung zentral ist und im Grundbuchplan als eigene Kategorie von Nutzungsrechten verzeichnet ist.

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GIS Varen online konsultieren

Sie planen ein Bauprojekt in Varen und möchten eine Parzellennummer, einen Grenzpunkt oder ein Selbstrecht überprüfen? Lassen sich für Varen einsehen:

  • Der Grundbuchplan und die Parzellennummern

  • Grenzpunkte und Gebäudedaten

  • Der Zonennutzungsplan (ZNP)

  • Die Berieselungssektoren für die Rebbewässerung

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Die Berieselung im GIS: eine landwirtschaftliche Besonderheit mit eigener Kartendarstellung

Eine praktische Besonderheit für Grundeigentümer in Varen: Die Werkhofmitarbeiter der Gemeinde sind für die Wässerwasserversorgung zuständig, insbesondere für die sommerliche Umschaltung der Hauptleitungen zur Rebbewässerung. Die genaue Aufteilung der Berieselungssektoren lässt sich direkt im GIS einsehen, ergänzt durch jährlich aktualisierte Dokumente zur Sektorenbegrenzung und Wassereinteilung.

Für Rebparzellen in Varen ist die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Berieselungssektor ein wichtiger, oft übersehener Faktor bei der Beurteilung der landwirtschaftlichen Nutzbarkeit — ein Punkt, der sich lohnt, vor jedem Kauf oder jeder Umnutzung einer Rebparzelle über das GIS zu prüfen.

GIS und Verwaltung der Gemeinde Varen

Adresse
Dorfstrasse 35, 3953 Varen

Telefon
027 473 15 77

E-Mail
info@varen.ch

Öffnungszeiten
Dienstag: 08.00–12.00 Uhr
Freitag: 14.00–17.30 Uhr

Geschichte des Gemeindegebiets: von der Burg Varona zur Weinbaugemeinde

Die Geschichte von Varen reicht bis in die Bronzezeit (8. Jahrhundert v. Chr.) zurück, wie archäologische Grabungen von 1998 belegen. Der Ortsname, keltischen Ursprungs, setzt sich aus ver («oberhalb») und rona («Rand, Schlucht») zusammen — eine treffende Beschreibung der Lage des Dorfes oberhalb der Dalaschlucht. Zwischen 1120 und 1150 entstand nahe der Burg Varona eine erste Siedlung; die älteste erhaltene Urkunde von 1241 belegt bereits den Verkauf eines Weinbergs — ein früher Beleg für die jahrhundertealte Bedeutung des Rebbaus in Varen.

Die Ritter von Varona und der Dalaturm

Im 13. Jahrhundert verwalteten die Ritter von Varona als bischöfliche Lehensträger weite Teile des Gemeindegebiets, bevor die Gemeinde 1362 deren Rechte zurückkaufte. Der Dalaturm mit Zugbrücke nach Leuk, um 1272/1280 erbaut, sicherte den strategisch wichtigen Übergang über die Dalaschlucht. Zwischen 1363 und 1383 erwarb die Gemeinde schrittweise Anteile an den umliegenden Alpen (zum Stein, Blechten) sowie Landflächen (Condémines) — ein Prozess, der die heutige Parzellenstruktur im höher gelegenen Gemeindegebiet massgeblich prägte.

Wasserrechte und Grenzregelungen

Die Nutzung des Suonen-Wassers der Dala wurde bereits 1484 und 1493 gemeindeweise geregelt, während die Grenzen zu Leuk (1556) und Salgesch (1666) vertraglich festgelegt wurden — Grenzverläufe, die bis heute im Kataster nachvollziehbar sind. Die ersten Gemeindesatzungen datieren von 1543.

Die Schlacht im Pfynwald und der Wiederaufbau

1799 wurde Varen von französischen Truppen als Flankendeckung im Pfynkrieg besetzt, von den Wallisern zwischenzeitlich zurückerobert, nach dem unglücklichen Kriegsausgang jedoch niedergebrannt — auch die Kirche Mariä Sieben Schmerzen fiel den Flammen zum Opfer. Der Wiederaufbau des Dorfes erfolgte zwischen 1800 und 1803, die Kirche wurde in mehreren Etappen (1800–1804, 1870/71, zuletzt 1967–1969 nach Plänen von Walter Feliser) erneuert, nachdem sie auch durch die Erdbeben von 1946 und 1960 stark beschädigt worden war.

Von der Landwirtschaft zur spezialisierten Weinbaugemeinde

Im 20. und 21. Jahrhundert investierte Varen kontinuierlich in seine Infrastruktur — von der Dorfkanalisation (1971/72) über die Kläranlage (1983) bis zur Sanierung der Trinkwasserversorgung auf der Varneralp (2003) und der jüngsten Photovoltaikanlage auf dem Gemeindehaus (2022). Mit dem jährlichen Pfyfoltru-Weinfest und dem gleichnamigen geschützten Pinot Noir hat sich Varen als eigenständige «Weininsel» im Wallis positioniert — eine Identität, die sich unmittelbar in der intensiven, spezialisierten Nutzung der Rebparzellen im Zonennutzungsplan der Gemeinde widerspiegelt.