Das Gemeindegebiet von Gampel-Bratsch erstreckt sich über 23,09 km², auf 634 m ü. M. Der heutige Grundbuchplan vereint vier historisch unabhängige Siedlungen: Gampel und Bratsch als heutige Hauptorte, sowie Jeizinen und Niedergampel, die im Lauf der Zeit administrativ angegliedert wurden. Mit einer Bevölkerungsdichte von 97 Einw./km² gehört Gampel-Bratsch zu den dichter besiedelten Gemeinden im Bezirk Loèche.
Diese aus mehreren Etappen gewachsene Gemeindestruktur — Niedergampel wurde bereits 1873 zur Gemeinde Bratsch, Jeizinen 1799 zur Gemeinde Gampel eingegliedert, bevor 2009 schliesslich Gampel und Bratsch selbst fusionierten — erklärt die teils kleinteilige historische Parzellenstruktur, die sich bis heute im Grundbuchplan der einzelnen Ortsteile widerspiegelt.
Sie planen ein Bauprojekt in Gampel, Bratsch, Jeizinen oder Niedergampel und möchten eine Parzellennummer, einen Grenzpunkt oder ein Selbstrecht überprüfen? Über das öffentliche GIS der Gemeinde Gampel-Bratsch lassen sich einsehen:
Der Ortsplan und der Grundbuchplan
Parzellennummern und Grenzpunkte
Der Zonennutzungsplan (ZNP)
Orthofotos und Gebäudedaten
Eine bemerkenswerte Besonderheit prägt die neuere Bau- und Nutzungsgeschichte von Gampel: 1897 errichtete die Lonza AG hier ihre ersten Elektrizitätswerke und chemischen Fabriken — noch vor der bekannteren Ansiedlung in Visp. Nach der Schliessung dieses Standorts 1970 wandelte sich die Nutzung des Areals grundlegend: 1986 fand hier das erste Open Air Gampel statt, das sich zu einem der grössten Musikfestivals der Schweiz entwickelte.
Für Parzellen im Bereich des ehemaligen Industrieareals ist bei Bauvorhaben ein Abgleich zwischen dem aktuellen Zonennutzungsplan und allfälligen Altlasten-Katastereinträgen empfehlenswert, da eine derart lange industrielle Nutzung häufig besondere Auflagen nach sich zieht.
GIS und Verwaltung der Gemeinde Gampel-Bratsch
Adresse
Kirchstrasse 6, 3945 Gampel
Telefon
027 933 69 00 (Verwaltung)
027 933 69 20 (Pikett Werkhof)
Die Geschichte von Gampel-Bratsch ist geprägt vom schrittweisen Zusammenwachsen mehrerer eigenständiger Talschaften. Bratsch wird erstmals 1228 urkundlich erwähnt, Gampel folgt 1238, wobei Letzteres bereits 1339 als unabhängige Gemeinde auftritt. Beide Orte organisierten sich im 16. und 17. Jahrhundert als eigenständige Bauernzünfte mit eigener Gemeindeordnung: Gampel 1545, Jeizinen 1674.
Kirchliche Eigenständigkeit und die Eingliederung der Weiler
Gampel erhielt 1663 eine eigenständige Pfarrei, während sich Bratsch 1721 mit Erschmatt zur gemeinsamen Pfarrei Erschmatt-Bratsch zusammenschloss. Nach einem verheerenden Dorfbrand 1793 wurde Jeizinen 1799 administrativ an die Gemeinde Gampel angegliedert; Niedergampel folgte 1873 durch Eingliederung in die Gemeinde Bratsch — zwei frühe Beispiele für die Konsolidierung kleinerer Siedlungen, die bis heute die Struktur des Grundbuchplans prägen.
Industrialisierung und Bahnanschluss
Mit dem Bau des gemeinsamen Bahnhofs an der Simplonlinie 1877 und der Ansiedlung der Lonza-Werke 1897 erlebte Gampel eine frühe industrielle Entwicklung, die das Gemeindegebiet nachhaltig prägte — auch nach der Werksschliessung 1970 blieb das Areal ein bedeutender Bezugspunkt für die weitere Nutzungsplanung. Ein weiterer Dorfbrand 1890 in Gampel sowie der Bau der heutigen Kirche 1880 zeugen von den baulichen Umwälzungen dieser Zeit.
Die Fusion von 2009
Am 1. Januar 2009 schlossen sich schliesslich Gampel und Bratsch zur heutigen Gemeinde Gampel-Bratsch zusammen — der vorläufige Abschluss eines jahrhundertelangen Prozesses der administrativen Konsolidierung, dessen einzelne Etappen sich bis heute in der Parzellenstruktur der vier Ortsteile nachvollziehen lassen.
GIS Agarn
GIS Albinen
GIS Ergisch


























