Das Gemeindegebiet von Inden erstreckt sich über 9,73 km², zwischen 816 und 3104 m ü. M. Mit lediglich 118 Einwohnern (Stand 2025) und einer Bevölkerungsdichte von 12 Einw./km² gehört Inden zu den kleineren Gemeinden des Bezirks Leuk. Der Grundbuchplan zeigt eine kompakte Siedlungsstruktur, konzentriert auf das Hauptdorf sowie den unterhalb gelegenen Weiler Rumeling, während der grösste Teil des Gemeindegebiets aus alpinem Gelände besteht.
Bemerkenswert ist der aussergewöhnlich hohe Ausländeranteil von 28,0 % — deutlich über dem kantonalen Durchschnitt — was auf die enge wirtschaftliche und infrastrukturelle Verflechtung mit dem nahen Tourismuszentrum Leukerbad zurückzuführen ist.
Sie planen ein Bauprojekt in Inden oder Rumeling und möchten eine Parzellennummer, einen Grenzpunkt oder ein Selbstrecht überprüfen? Über das kantonale GIS (vsgis.ch) lassen sich für Inden einsehen:
Der Grundbuchplan und die Parzellennummern
Grenzpunkte und Gebäudedaten
Der Zonennutzungsplan (ZNP)
Orthofotos des Gemeindegebiets
Eine bemerkenswerte Besonderheit für die Standortattraktivität von Inden: Bereits im Oktober 2010 wurde in Zusammenarbeit mit Valaiscom ein flächendeckendes FTTH-Glasfasernetz (Fibre to the Home) erbaut — eine für ein derart kleines Bergdorf aussergewöhnlich frühe und umfassende Investition in die digitale Erschliessung. Ergänzt wird dies durch einen kostenlosen WLAN-Zugang beim alten Bahnhofgebäude.
Für Grundeigentümer und Bauwillige bedeutet dies, dass praktisch das gesamte besiedelte Gemeindegebiet bereits über eine moderne Glasfaseranbindung verfügt — ein Standortvorteil, der bei der Beurteilung von Bauparzellen in Inden durchaus ins Gewicht fällt und über das GIS in Kombination mit den Erschliessungsangaben der Gemeinde geprüft werden kann.
GIS und Verwaltung der Gemeinde Inden
Adresse
Hauptstrasse 41, 3953 Inden
Telefon
027 470 28 56
E-Mail
gemeinde@inden.ch
Öffnungszeiten
Jeden Donnerstag: 09.00–11.00 Uhr und 15.00–17.00 Uhr
Die Geschichte von Inden reicht bis 1242 zurück, als der Ort erstmals urkundlich als Indes erwähnt wurde. Bereits 1290 entstand die Gemeinde formell, 1322 ist Inden erstmals als communitas mit zwei Gewaltshabern an der Spitze belegt. Bis 1798 gehörte Inden zum Drittel «Von Zuben auf» des Zenden Leuk. Ein 1357 geschlossener Friedens- und Freundschaftsbund zeugt von der frühen politischen Eigenständigkeit des Dorfes.
Kirchliche Entwicklung und der Dorfbrand von 1741
Kirchlich gehörte Inden im Mittelalter zur Pfarrei Leuk. Die St.-Antoniuskapelle, errichtet um 1500 und 1670 erweitert, war lange das einzige Gotteshaus des Dorfes, bevor 1767 die Pfarrkirche Notre-Dame de Bon-Conseil gebaut und 1775 die eigenständige Pfarrei gegründet wurde. Ein verheerender Dorfbrand 1741 zerstörte grosse Teile der Siedlung, die bereits 1742 wieder aufgebaut wurde — dieser Wiederaufbau prägt bis heute die Struktur des historischen Dorfkerns.
Brücken, Strasse und Eisenbahn: die Erschliessung des Dalatals
Zwei historische Brücken über die Dala prägten die Verkehrsanbindung von Inden: die 1539 vom bekannten Baumeister Ulrich Ruffiner errichtete Brücke sowie die jüngere Rumeling-Brücke (1850). Mit dem Bau der Fahrstrasse Leuk–Leukerbad ab 1850 und dem Anschluss an die Eisenbahnlinie zwischen 1915 und 1967 wurde Inden zunehmend besser erschlossen — nach der Einstellung der Bahnlinie 1967 übernahm die Strasse endgültig die verkehrstechnische Rolle des Dorfes.
Vom Bergdorf zum modernen Wohnort
Nach einem historischen Bevölkerungstiefstand von nur 48 Einwohnern im Jahr 1970 hat sich Inden in den vergangenen Jahrzehnten durch gezielte kommunale Anreize — von der frühen Glasfasererschliessung bis zu den umfangreichen Vergünstigungen für Einwohner — zu einem attraktiven, wenn auch kleinen Wohnort in unmittelbarer Nähe von Leukerbad entwickelt.


























