Naters
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GIS Naters

Als grösstes Dorf im Wallis erstreckt sich Naters vom rechten Rhoneufer über den Natischerberg bis hinauf zur Belalp und zum Aletschhorn — mit einem Höhenunterschied von 3535 Metern die Gemeinde mit dem grössten Höhenunterschied der ganzen Schweiz. Grundeigentümer, Kaufinteressenten und Fachpersonen aus der Immobilienbranche können online die Parzellendaten, Grundbuchpläne, Grenzpunkte und Gebäude dieser seit 2013 mit Birgisch und Mund fusionierten Gemeinde einsehen, die sich als eine der grössten Walliser Gemeinden über nahezu das gesamte Höhenspektrum des Kantons erstreckt.

Ein Gemeindegebiet vom Rhoneufer bis zum Aletschhorn

Das Gemeindegebiet von Naters erstreckt sich über 147,22 km², vom tiefsten Punkt am Rhoneufer (656 m ü. M.) bis zum höchsten Punkt auf dem Aletschhorn (4194 m ü. M.). Rund 67,68 km² – also fast die Hälfte des Gemeindegebiets – gehören zum UNESCO-Weltnaturerbe Swiss Alps Jungfrau-Aletsch. Der Grundbuchplan muss daher eine aussergewöhnliche Bandbreite an Nutzungen abdecken: vom dicht besiedelten Talboden entlang der Rhone über die historischen Weiler des Natischerbergs bis hin zu den hochalpinen Skigebieten von Belalp und den geschützten Gletscherzonen.

Diese Vielfalt spiegelt sich unmittelbar im Zonennutzungsplan wider: Neben den klassischen Bauzonen im Talgrund und in den Ortsteilen Birgisch, Mund und Blatten bei Naters unterliegen weite Teile des Gemeindegebiets besonderen Schutzbestimmungen im Zusammenhang mit dem UNESCO-Weltnaturerbe sowie mit Hochwasserschutzzonen entlang der Rhone.

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GIS Naters online konsultieren

Sie planen ein Bauprojekt in Naters, Birgisch, Mund, Blatten bei Naters oder Belalp und möchten eine Parzellennummer, einen Grenzpunkt oder ein Selbstrecht überprüfen? Über das öffentliche GIS des Kantons Wallis lassen sich für Naters einsehen:

  • Der Ortsplan und der Grundbuchplan

  • Der Übersichtsplan

  • Orthofotos des gesamten Gemeindegebiets

  • Die Hochwasserschutzzonen entlang der Rhone

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Vom Dorf zur Stadtgemeinde: eine Fusion mit weitreichenden Folgen für den Grundbuchplan

Eine wichtige Besonderheit für Naters: Mit der Fusion von Naters, Birgisch und Mund am 1. Januar 2013 vervielfachte sich das Gemeindegebiet, und der aktuelle Grundbuchplan muss seither drei historisch eigenständige Gemeinden mit jeweils eigener Parzellenstruktur und Verwaltungstradition zusammenführen. Bereits im Mittelalter bestanden auf dem Gebiet des heutigen Natischerbergs mehrere autonome Weilerschaften (Hegdorn, Geimen, Mehlbaum, Rischinen, Blatten), die erst 1852 ihre getrennten Verwaltungen aufgaben — ein historisches Erbe, das bis heute in der kleinteiligen Streusiedlungsstruktur des oberen Gemeindegebiets sichtbar bleibt.

Seit 2016 überschreitet Naters die Einwohnerschwelle von 10'000 und dürfte sich formal als Stadtgemeinde bezeichnen, bleibt aber bewusst «das grösste Dorf im Wallis» — eine Selbstbezeichnung, die auch die bauliche Philosophie der Gemeinde prägt, zwischen städtischer Verdichtung im Talboden und dem Erhalt der dörflichen Struktur in den höher gelegenen Ortsteilen.

GIS und Grundbuchamt der Gemeinde Naters

Website
www.naters.ch

Naters in Zahlen
Höchster Punkt: 4195 m ü. M. (Aletschhorn)
Tiefster Punkt: 660 m ü. M. (Rotten Driesta)
Fläche: 147 km²
Bevölkerung: 10'830 (Stand 2025)

Geschichte des Gemeindegebiets: von der bischöflichen Residenz zum Bahnknotenpunkt

Die Geschichte von Naters ist eng mit seiner einstigen Rolle als Verwaltungszentrum des Zenden Brig verknüpft. Der Ortsname erscheint erstmals 1018 in der romanischen Form «Nares». Nachdem das Gebiet zunächst der Abtei Saint-Maurice gehört hatte, schenkte Kaiser Heinrich IV. es 1079 dem Bischof von Sitten — ein Besitz, der nach mehrfachem Eigentümerwechsel erst 1148 endgültig an das Bistum fiel.

Sitz des Vidomnats und der Majorie

Naters wurde zum Sitz der bischöflichen Verwaltung des Zenden Brig: Der Vidomne residierte im um 1250 von den Herren von Ornavasso errichteten Ornavassoturm, während die Majorie ab 1214 von den Manegoldi im Schloss «Auf der Flüe» (auch Supersaxo-Schloss genannt) ausgeübt wurde. Bis 1518 war Naters damit der Hauptort des Bezirks Brig — ein Status, den es erst mit dem wachsenden Bedeutungsgewinn der Simplonroute an Brig verlor, als der Gerichtssitz dorthin verlegt wurde.

Erdbeben, Krieg und Auswanderung

Zwischen November 1755 und März 1756 wurde Naters von einer Serie schwerer Erdbeben erschüttert, die zahlreiche Gebäude, darunter auch die Kirche, stark beschädigten. Der Krieg gegen Frankreich 1798/99 forderte 24 Gefallene und führte zu Plünderungen; im 19. Jahrhundert wanderte in der Folge rund ein Viertel der damaligen Bevölkerung aus, viele nach Südamerika (San Jerónimo Norte, Argentinien) — eine Verbindung, die bis heute in freundschaftlichen Beziehungen zur norditalienischen Partnergemeinde Ornavasso nachwirkt, mit der seit 1930 ein förmlicher Freundschaftsvertrag besteht.

Der Aufschwung durch Simplon- und Lötschbergtunnel

Der eigentliche wirtschaftliche und bauliche Aufschwung von Naters setzte mit dem Bau des Simplon-Eisenbahntunnels (1898–1906 und 1912–1921) sowie der Rhonekorrektion (1873–1876 und 1899–1900) ein, die grosse neue Kulturlandflächen erschloss. Zahlreiche italienische Gastarbeiter liessen sich damals in Naters nieder, was bis heute die engen Beziehungen zur Region um Domodossola prägt. Zwischen 1960 und 1970 wuchs die Bevölkerung um 45 % — der Auftakt zur heutigen Stellung als zweitgrösste Oberwalliser Gemeinde. Mit der Erschliessung des Skigebiets Belalp (2000–3100 m) und der Eröffnung des World Nature Forum 2016 hat sich der Tourismus zu einem weiteren wirtschaftlichen Standbein der Gemeinde entwickelt, was sich auch zunehmend in der Nutzung und Erschliessung der höher gelegenen Gemeindegebiete niederschlägt.