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GIS Brig-Glis

Als Hauptort des Bezirks Brig und Tor zum Simplon ist Brig-Glis die grösste Stadt des Oberwallis. Die Gemeinde entstand 1972 aus der Fusion von Brig, Brigerbad und Glis. Grundeigentümer, Kaufinteressenten und Fachpersonen aus der Immobilienbranche können online auf den Grundbuchplan, die Parzellennummern, die Grenzpunkte und die Gebäude dieser 2008 als Alpenstadt des Jahres ausgezeichneten Gemeinde zugreifen.

Ein dicht bebautes Gemeindegebiet zwischen Simplon und Rhone

Das Gemeindegebiet von Brig-Glis erstreckt sich über 38,08 km², von der Rhoneebene bis zu den ersten Ausläufern des Simplonpasses. Der Grundbuchplan zeigt eine der am dichtesten bebauten Gemeinden des Oberwallis: Wohn- und Infrastrukturflächen machen 12,3 % des Gemeindegebiets aus — ein Wert, der deutlich über dem Durchschnitt der Walliser Berggemeinden liegt. Waldflächen bedecken 50,3 %, unproduktive Flächen 26,1 %, landwirtschaftliche Flächen lediglich 11,3 % des Territoriums. Diese Verteilung spiegelt die rasche städtische Entwicklung wider, die seit der Eröffnung des Simplontunnels 1906 eingesetzt hat.

Diese städtische Dichte erfordert eine präzise Grundbuchverwaltung: Jede Parzelle im historischen Zentrum zwischen Brig, Glis und Gamsen muss unter Berücksichtigung des Zonennutzungsplans (ZNP) sowie der Hochwasserschutzzonen entlang von Rhone und Saltina betrachtet werden. Der Sektor Gamsen unterliegt zudem wegen der ehemaligen Deponie Gamsenried, die seit 2011 als sanierungsbedürftiger Standort gilt, besonderen Auflagen.

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Das GIS von Brig-Glis online konsultieren

Planen Sie ein Bauprojekt in Brig, Glis, Gamsen oder Brigerbad, möchten Sie eine Parzellennummer, einen Grenzpunkt oder ein Baurecht (Selbstrecht) überprüfen? Das öffentliche GIS-Portal der Stadt ermöglicht den direkten Zugriff auf:

  • Den Grundbuchplan und die Parzellennummern

  • Den Zonennutzungsplan (ZNP) und die Gefahrenzonen

  • Die Orthofotos und den kommunalen Übersichtsplan

  • Öffentliche Bauten und das lokale Busnetz (Ortsbus)

👉 Zum GIS Stadtplan von Brig-Glis

Eine Industriedeponie im Grundbuchplan: der Fall Gamsenried

Eine markante Besonderheit des Gemeindegebiets: Im Sektor Gamsen befindet sich seit 1918 die Deponie Gamsenried, die vom Chemieunternehmen Lonza lange Zeit zur Ablagerung industrieller Rückstände (Kalziumhydroxid, Quecksilber, Anilin, Benzidin, Benzol) genutzt wurde. Angesichts des Ausmasses der Verschmutzung und des Risikos einer Grundwasserkontamination haben die Walliser Behörden den Standort 2011 als sanierungsbedürftig eingestuft; die Massnahmen erstrecken sich auch auf umliegende Gebiete.

Für jede Parzelle in der Nähe dieses Perimeters ist ein Abgleich zwischen dem kommunalen GIS und dem kantonalen Kataster der belasteten Standorte (KbS) unerlässlich, bevor ein Bau-, Umbau- oder Immobiliengeschäft im Sektor Gamsen geplant wird.

GIS und Kataster der Gemeinde Brig-Glis

Gemeindeverwaltung
Alte Simplonstrasse 28, 3900 Brig
Telefon: +41 27 922 41 50
E-Mail Bauamt: bauamt@brig-glis.ch

Öffnungszeiten
Montag, Mittwoch, Freitag: 09.00–12.00 / 14.00–17.00 Uhr
Dienstag und Donnerstag: 09.00–13.00 Uhr (nachmittags geschlossen)

Grundbuchamt Brig
Telefon: +41 27 607 80 70
Schalter: Montag bis Freitag, 07.45–11.45 Uhr

Geschichte des Gemeindegebiets: vom Stockalper-Saumpfad zum Simplontunnel

Die Geschichte von Brig-Glis ist untrennbar mit dem Simplonpass verbunden, dessen Entwicklung die Organisation des Gemeindegebiets nachhaltig geprägt hat. Im 17. Jahrhundert baute Kaspar Stockalper (1609–1691) den Saumpfad zwischen Brig und dem Simplon aus, der durch zahlreiche Susten (Umschlaglager) gesichert wurde — wovon die berühmten Stockalpertürme auf dem Pass und in Gondo noch heute zeugen. Auf dem Höhepunkt seiner Geschäftstätigkeit beschäftigte Stockalper bis zu 3'000 Personen, bei einer damaligen Briguer Bevölkerung von kaum 500 Einwohnern.

Die napoleonische Straße und das Eisenbahnzeitalter

Im Jahr 1805 wurde auf Befehl von Napoleon Bonaparte die befahrbare Simplonstraße fertiggestellt, was theoretisch den Durchmarsch der französischen Artillerie nach Italien ermöglichte. Es war jedoch vor allem der Bau des Simplon-Eisenbahntunnels (vollendet 1906), der das Gemeindegebiet radikal veränderte: Als bei der Eröffnung längster Tunnel der Welt erforderte er die Trockenlegung der Sumpfgebiete der Rhone, um den Bau des heutigen Bahnhofs und die anschließende städtebauliche Entwicklung zu ermöglichen. Diese Periode, die insbesondere von der Hoteliersdynastie Seiler mitgestaltet wurde, markiert das goldene Zeitalter des Tourismus und der Wirtschaft in Brig.

Von der Gemeindefusion zur modernen Alpenstadt

Die heutige Gemeinde Brig-Glis entstand 1972 aus der Fusion von Brig, Brigerbad und Glis und konsolidierte damit ein bereits weitgehend urbanisiertes Gebiet rund um den internationalen Eisenbahnknotenpunkt. Diese moderne Struktur, die 2008 für ihr Engagement zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung mit dem Label Alpenstadt des Jahres ausgezeichnet wurde, muss sich heute mit einem teils schweren industriellen Erbe auseinandersetzen, wie das weiterhin aktive Dossier der Deponie Gamsenried zeigt.