Ried-Brig
Ried-Brig

GIS Ried-Brig

Hoch über Brig, entlang der historischen Simplonstrasse gelegen, umfasst Ried-Brig (bis 1994 offiziell Ried bei Brig) neben dem gleichnamigen Dorf zahlreiche Weiler des Brigerbergs sowie das historische Gantertal mit der berühmten Ganterbrücke. Grundeigentümer, Kaufinteressenten und Fachpersonen aus der Immobilienbranche können online die Parzellendaten, Grundbuchpläne, Grenzpunkte und Gebäude dieser Gemeinde einsehen, die sich von der Rhoneebene bis an die italienische Grenze erstreckt.

Ein weitläufiges Gemeindegebiet zwischen Passstrasse und Alpweiden

Das Gemeindegebiet von Ried-Brig erstreckt sich über 47,57 km² (4753 ha), zwischen 812 und 3424 m ü. M. Neben dem eigentlichen Dorf Ried-Brig umfasst die Gemeinde insgesamt 43 Maiensässe und Alpen sowie das historisch bedeutsame Gantertal. Im Süden verläuft die Landesgrenze zu Italien entlang des Bergkamms vom Hillhorn über das Bortelhorn bis zum Monte-Leone-Grat – eine Ausdehnung, die den Grundbuchplan von Ried-Brig zu einem der topografisch anspruchsvollsten im ganzen Bezirk Brig macht.

Besonders bemerkenswert: Die Nordseite der Simplonpassstrasse liegt fast ausschliesslich auf dem Gemeindegebiet von Ried-Brig. Diese Lage entlang einer der wichtigsten alpinen Transitachsen prägt bis heute die Nutzungsplanung, insbesondere entlang der Verkehrsachse und rund um die historische Ganterbrücke, die unter Schutz steht.

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GIS Ried-Brig online konsultieren

Sie planen ein Bauprojekt in Ried-Brig, im Gantertal oder auf einem der zahlreichen Maiensässe, und möchten eine Parzellennummer, einen Grenzpunkt oder ein Selbstrecht überprüfen? Über das öffentliche GIS des Kantons Wallis lassen sich für Ried-Brig einsehen:

  • Der Ortsplan und der Grundbuchplan

  • Parzellennummern und Grenzpunkte

  • Der Zonennutzungsplan (ZNP) und die Gefahrenkarten

  • Gebäude, Selbstrechte und Flurnamen

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eConstruction seit Dezember 2025: Baugesuche nur noch online

Eine wichtige Neuerung für die Gemeinde Ried-Brig: Seit dem 1. Dezember 2025 müssen sämtliche Baugesuche ausschliesslich online über die kantonale Plattform eConstruction eingereicht werden. Die Bauverwaltung der Gemeinde bleibt dabei zentrale Ansprechpartnerin für alle bewilligungspflichtigen Bauvorhaben – von der Prüfung der Baugesuche und Voranfragen über die Bearbeitung von Einsprachen bis zur Abnahme fertiggestellter Neu- und Umbauten.

Für jedes Bauvorhaben empfiehlt sich der vorgängige Blick ins GIS, um Parzellengrenzen, Zonenzugehörigkeit und allfällige Gefahrenzonen zu prüfen, bevor das Gesuch über eConstruction eingereicht wird. Die Bauverwaltung berät zudem bei Fragen zum Bau- und Zonenreglement sowie zu spezifischen Auflagen wie Lärmschutznachweisen für Wärmepumpen oder Bewilligungen für Bohrungen und Grabarbeiten.

GIS und Bauverwaltung der Gemeinde Ried-Brig

Adresse
Dorfstrasse 1, 3911 Ried-Brig

Telefon
+41 27 510 12 00

E-Mail
gemeinde@ried-brig.ch

Zuständige Stelle
Bauverwaltung Ried-Brig (Baugesuche, Voranfragen, Einsprachen, Bauabnahmen)

Geschichte des Gemeindegebiets: von der Rodungssiedlung zur Passgemeinde

Die Geschichte von Ried-Brig ist eng mit der Erschliessung des Brigerbergs und der Simplonroute verknüpft. Der Ortsname Ried leitet sich vermutlich vom alemannischen reuten oder roden (roden, urbar machen) ab, was auf eine frühe Rodungssiedlung hindeutet. Erste Spuren menschlicher Besiedlung auf dem Brigerberg reichen bis in vorrömische Zeit zurück, wie Grabfunde am «Heidenhubel» in Brig sowie unter dem Burgspitz und im «Lingwurm» in Ried-Brig belegen. Im letzten Drittel des ersten Jahrtausends besiedelten schliesslich die über Grimsel, Gemmi und Lötschberg eingewanderten Alemannen den Brigerberg dauerhaft.

Eigenständige Weiler und die Bauernzunft von 1563

Im 14. Jahrhundert erscheinen die Ortsteile Ried, Schlüocht, Lowina, Obertermen und Brei noch als eigenständige Gemeinden, bevor sie sich 1563 zu einer gemeinsamen Bauernzunft mit eigenen Statuten zusammenschlossen. Die Burgerschaft Ried besteht vermutlich bereits seit dem ausgehenden 15. Jahrhundert, als der Ort das Dorfrecht erlangte. 1646 wurden die Grenzen zur Nachbargemeinde Termen bereinigt — eine frühe Form der noch heute im Grundbuchplan sichtbaren Gemeindegrenzziehung.

Stockalpers Handel und die napoleonische Simplonstrasse

Im 17. Jahrhundert brachte der von Kaspar Stockalper organisierte Handel über den Simplon dem Brigerberg Arbeit und bescheidenen Wohlstand. Der Bau der napoleonischen Simplonstrasse zwischen 1801 und 1805 belastete die Gemeinde zwar zunächst schwer durch Kriegskontributionen, schuf jedoch langfristig zusätzliche Einkommensquellen durch Tourismus, Verkehr und Strassenunterhalt. Zwischen den beiden Weltkriegen arbeiteten zudem viele Bewohner von Ried und Termen im lokalen Schieferabbau für Dachplatten — ein Gewerbe, das im heutigen Grundbuchplan noch in Form ehemaliger Abbaugebiete nachwirkt.

Vom Bauerndorf zur beliebten Wohngemeinde

Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor die Landwirtschaft rasch an Bedeutung; wichtigste Arbeitgeber wurden die Lonza, die SBB und die Post. Mit einem Pendleranteil von rund 80 % (Stand 2000) hat sich Ried-Brig von einem traditionellen Bauerndorf zu einer geschätzten Wohnlage in unmittelbarer Nähe von Brig gewandelt — ein Wandel, der sich im starken Bevölkerungswachstum seit 1975 und im entsprechenden Ausbau der Bauzonen niederschlägt.