Das Gemeindegebiet von Termen erstreckt sich über 18,65 km², zwischen 676 und 2923 m ü. M. Der Grundbuchplan muss dabei zwei sehr unterschiedliche Siedlungsräume abdecken: das eigentliche Dorf Termen auf 927 m ü. M. sowie das höher gelegene Rosswald mit seinem Skigebiet. Diese Zweiteilung des Gemeindegebiets prägt auch die Nutzungsplanung, da Rosswald als touristisch geprägter Weiler eigenen Zonierungslogiken folgt als das landwirtschaftlich und wohnlich geprägte Hauptdorf.
Eine weitere Besonderheit des Bodens: Auf Termer Gebiet tritt calciumhaltiges Mineralwasser zutage, das heute von der Firma Pearlwater (einem Produktionsbetrieb von Coop) als «SWISS ALPINA» gewonnen wird. Parzellen im Bereich der Quellfassung unterliegen entsprechend besonderen Nutzungs- und Schutzauflagen, die im Zonennutzungsplan der Gemeinde verankert sind.
Sie planen ein Bauprojekt in Termen oder Rosswald und möchten eine Parzellennummer, einen Grenzpunkt oder ein Selbstrecht überprüfen? Über das öffentliche GIS der Gemeinde Termen lassen sich einsehen:
Der Ortsplan und der Grundbuchplan
Der Zonennutzungsplan (ZNP)
Der Übersichtsplan und Orthofotos
Die Hochwasserschutzzonen
Öffentliche Bauten
Eine bemerkenswerte Kontinuität prägt den Untergrund von Termen: Historisch wurde auf dem Gemeindegebiet in grossem Umfang Schiefer für Hausdächer gewonnen, sowohl über- als auch unterirdisch abgebaut. Diese Tradition der Bodennutzung setzt sich heute in anderer Form fort — durch die Gewinnung des Mineralwassers SWISS ALPINA, das auf Termer Boden entspringt.
Auch der Gemeindename selbst dürfte mit dem Untergrund zusammenhängen: Eine mögliche Herleitung führt «Termen» auf die dortigen Mineralquellen zurück (lateinisch thermae), auch wenn die Ableitung von lateinisch terminus («Ende» oder «Grenze»), bezogen auf die geografische Lage der Gemeinde, als wahrscheinlicher gilt. Für Parzellen im Bereich der Quellfassung empfiehlt sich in jedem Fall der Abgleich zwischen Grundbuchplan und den geltenden Gewässer- und Quellenschutzzonen.
GIS und Verwaltung der Gemeinde Termen
Die Geschichte von Termen reicht bis in die vorrömische Zeit zurück: Bereits der keltische Stamm der Uberer (oder Viberer) besiedelte das fruchtbare Bergplateau des Brigerbergs, bevor die Römer die Region um die Zeitenwende eroberten. Im 5. Jahrhundert liessen sich die Burgunder, im 8. Jahrhundert die Alemannen im Oberwallis nieder. Im Jahr 999 schenkte der letzte König von Hochburgund das Rhonetal bis Martigny dem Bischof von Sitten, und 1079 übertrug Kaiser Heinrich IV. den «Hof von Naters mit allen Zugehörigkeiten» ebenfalls dem Bistum Sitten — ein Gebiet, zu dem auch das heutige Termen gehörte.
Die Loslösung von Naters im 13. Jahrhundert
Im 13. Jahrhundert löste sich die Burgergemeinde Termen von der Urgemeinde Naters los und wurde eigenständig — ein Prozess, der die spätere Grundbuchstruktur der Gemeinde massgeblich prägte. Bereits um 1500 stand an der Stelle des heutigen Dorfplatzes eine erste Kapelle; die heutige, im neuromanischen Stil errichtete Pfarrkirche St. Josef wurde erst 1911–1913 unter der Leitung des Sittener Architekten Kalbermatten erbaut und 1913 geweiht.
Die Brandnacht von 1799
Eines der dunkelsten Kapitel der Dorfgeschichte ereignete sich in der Nacht vom 31. Mai auf den 1. Juni 1799, während der Franzosenkriege: Französische Truppen plünderten und brandschatzten das Dorf, wobei nicht weniger als 59 Familien ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Diese Zäsur prägte den Wiederaufbau des Dorfkerns im 19. Jahrhundert massgeblich — ein Umstand, der sich bis heute in der Struktur des historischen Ortskerns und damit auch im Grundbuchplan der Gemeinde niederschlägt.
Vom Schieferdorf zum Bergerlebnis Rosswald
Wirtschaftlich stützte sich Termen lange auf den Schieferabbau für Dachplatten. Mit der touristischen Erschliessung des höher gelegenen Rosswald als Skigebiet erweiterte sich die wirtschaftliche Basis der Gemeinde im 20. Jahrhundert erheblich, was sich auch im starken Bevölkerungswachstum widerspiegelt: von 437 Einwohnern im Jahr 1950 auf über 1200 im Jahr 2025.
















