Lax-Wallis
Lax-Wallis

GIS Lax

Als Eingangspforte zum Goms, direkt nach den berühmten «Deischerkehren» von Brig her kommend, liegt Lax auf einer Terrasse am rechten Rhoneufer. Grundeigentümer, Kaufinteressenten und Fachpersonen aus der Immobilienbranche können online die Parzellendaten, Grundbuchpläne, Grenzpunkte und Gebäude dieser Gemeinde einsehen, die dank ihrer geschützten Südhanglage als Klimakurort gilt — hier gedeiht sogar der frostempfindliche Nussbaum, sonst nirgends im Goms.

Ein schmales Gemeindeband vom Rhonetal bis ins Gletschgebiet

Das Gemeindegebiet von Lax erstreckt sich über 5,42 km², zwischen 878 und 2870 m ü. M., ausschliesslich auf der rechten (nördlichen) Seite der Rhone. Der Grundbuchplan zeigt eine charakteristische, schmale Bandstruktur: Vom tiefsten Punkt im Talgrund an der Rhone (980 m ü. M.) zieht sich das Gemeindegebiet nordwärts bis in die Hochgebirgswelt des Gletschgebietes. Im Osten bilden der tief eingeschnittene Gorpigraben und der Altbach eine markante, natürliche Grenze zur Nachbargemeinde Fiesch; im Westen verläuft die Bezirksgrenze zu Östlich-Raron dagegen teilweise unregelmässig.

Diese langgezogene Form sowie das milde Mikroklima prägen bis heute die Nutzung des Bodens: Während die begrenzte, südexponierte Siedlungsfläche im Talgrund intensiv genutzt wird — unter anderem für den Nussbaumanbau, der sonst im Goms nicht gedeiht — dient der weitaus grössere, höher gelegene Teil des Gemeindegebiets der Alp- und Forstwirtschaft sowie dem alpinen Tourismus.

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GIS Lax online konsultieren

Sie planen ein Bauprojekt in Lax und möchten eine Parzellennummer, einen Grenzpunkt oder eine Servitut (Selbstrecht) überprüfen? Über das öffentliche GIS der Gemeinde Lax lassen sich einsehen:

  • Der Grundbuchplan und die Parzellennummern

  • Grenzpunkte und Gebäudedaten

  • Der Zonennutzungsplan (ZNP)

  • Orthofotos des Gemeindegebiets

👉 Zum GIS Lax

Der Alpen-Wolkenkratzer, der nie gebaut wurde

Eine bemerkenswerte Episode in der jüngeren Baugeschichte von Lax: Ende 2004 sorgte die Gemeinde schweizweit für Schlagzeilen, als ein drehbares Hotel in Form eines 100 Meter hohen Turms geplant wurde — ein für das beschauliche Gommerdorf aussergewöhnliches Projekt, das ursprünglich 2007 hätte eröffnet werden sollen. Der «Alpen-Wolkenkratzer» kam letztlich jedoch nie zustande. Diese Episode zeigt exemplarisch, wie selbst in kleinen Gemeinden wie Lax ambitionierte Bauprojekte den Zonennutzungsplan und die öffentliche Debatte prägen können, auch wenn sie nicht realisiert werden.

Bald Unnergoms: eine bevorstehende Fusion mit Folgen für den Grundbuchplan

Am 15. Juni 2025 stimmte die stimmberechtigte Bevölkerung von Lax, Fiesch und Bellwald einer Fusion zur neuen Gemeinde Unnergoms zu, die am 1. Januar 2027 in Kraft treten soll. Für Grundeigentümer in Lax bedeutet dies mittelfristig eine Zusammenführung mit den Grundbuchplänen der beiden Nachbargemeinden — ein Aspekt, der bei langfristigen Bauvorhaben bereits heute mitzudenken ist.

GIS und Verwaltung der Gemeinde Lax

Adresse
Furkastrasse 46, 3994 Lax

Telefon
027 971 24 44

E-Mail
gemeinde@lax.ch

Öffnungszeiten
Dienstag: 08.30–11.00 Uhr
Donnerstag: 08.30–11.00 Uhr
Montag, Mittwoch, Freitag: geschlossen

Geschichte des Gemeindegebiets: vom Seebecken zur Wasserrechtsordnung

Die Geschichte von Lax ist eng mit seinem Namen verknüpft: Erstmals 1295 als Lacx urkundlich erwähnt, leitet sich der Ortsname vermutlich vom lateinischen lacus («See, Mulde») ab — eine Anspielung auf die unterhalb des Dorfes liegende, wohl erst spät trockengelegte Mulde. Dieses Motiv findet sich bis heute im Gemeindewappen wieder, das einen See sowie drei Berge mit Tannen zeigt. Als eigenständige Gemeinde des Zenden Goms ist Lax erstmals 1308 urkundlich belegt; die ersten Gemeindevorschriften datieren von 1436.

Wasserrechte als frühe Quelle von Konflikten

Da das Wasser des Deischbachs mit der Nachbargemeinde Martisberg geteilt werden musste, war die Wasserzufuhr seit jeher eine heikle und konfliktträchtige Angelegenheit: Ein erster Bewässerungskanal (Bisse) wurde 1336 gebaut, erste Wasserrechte 1347 festgelegt, und erst 1590 kam es zu einem verbindlichen Schiedsspruch über die Wasserverteilung zwischen den beiden Gemeinden. Diese jahrhundertealte Regelung bildet noch heute die Grundlage der Bewässerungsanlage, von der sieben Bauernbetriebe in Lax profitieren.

Pest, Krieg und kirchliche Eigenständigkeit

Die Pestepidemie von 1565/66 forderte in Lax zahlreiche Opfer. 1799 leistete das Dorf beim Deischberg und im Lax-Graben letzten Widerstand gegen die einmarschierenden französischen Truppen — ein noch heute durch ein Denkmal gewürdigtes Ereignis. Kirchlich gehörte Lax ursprünglich zur Pfarrei Ernen, wurde 1691 zum Rektorat und schliesslich 1873 zur eigenständigen Pfarrei erhoben, der seit 1959 auch Martisberg angegliedert ist. Ein 1744 gegründetes Kapuzinerkloster musste bereits 1746 wieder aufgegeben werden, als der Orden aus dem gesamten Zenden Conches ausgewiesen wurde.

Vom Bauerndorf zur Ferienregion

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts intensivierte sich der Tourismus in Lax spürbar, insbesondere durch den Bau der Feriensiedlung Zillwald zwischen 1972 und 1974. Historische Gebäude wie das Haus Guntern (16. Jahrhundert) und das Haus Kraeig (17. Jahrhundert) zeugen bis heute vom dörflichen Charakter, der trotz touristischer Entwicklung weitgehend erhalten blieb.

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