Das Gemeindegebiet von Guttet-Feschel erstreckt sich über 10,43 km², zwischen 845 und 2998 m ü. M. Der Grundbuchplan dieser Gemeinde ist aussergewöhnlich reich an archäologisch dokumentierten Parzellen: Notgrabungen in Wiler (2021) und Grächmatten (2022) haben Siedlungsspuren von der Eisenzeit bis ins Frühmittelalter freigelegt, darunter Terrassenanlagen, römische Gebäude mit Mörtelmauerwerk sowie ein aussergewöhnlich reich ausgestattetes frühmittelalterliches Steinplattengrab mit einem verzierten Scramasax.
Für Bauvorhaben in diesen archäologisch sensiblen Zonen — insbesondere in den Weilern Wiler und Grächmatten — ist eine vorgängige Abklärung mit der kantonalen Archäologie empfehlenswert, da bei Erdarbeiten in diesen Gebieten erfahrungsgemäss weitere Funde zutage treten können.
Sie planen ein Bauprojekt in Guttet, Feschel, Grächmatten oder Wiler und möchten eine Parzellennummer, einen Grenzpunkt oder ein Selbstrecht überprüfen? Über das öffentliche GIS der Gemeinde Guttet-Feschel lassen sich einsehen:
Der Grundbuchplan und die Parzellennummern
Der Zonennutzungsplan (ZNP) und das Bau- und Zonenreglement
Grenzpunkte und Gebäudedaten
Orthofotos des Gemeindegebiets
Eine sehr aktuelle und wichtige Entwicklung für Guttet-Feschel: Seit dem 18. August 2025 liegt die Gesamtrevision des Zonennutzungsplans, des Bau- und Zonenreglements sowie der Detailnutzungsplan «Lätzi Tolu» öffentlich auf. Diese Revision, die unter anderem einen Änderungsplan, einen Erschliessungsplan sowie eine Übersicht zur Mobilisierung der Bauzonenreserven umfasst, kann für einzelne Parzellen erhebliche Folgen haben — von einer veränderten Zonenzuordnung bis zu neuen Erschliessungsauflagen.
Einsprachen gegen die Revision mussten innert 30 Tagen ab Publikation im Amtsblatt schriftlich und begründet beim Gemeinderat eingereicht werden. Grundeigentümer, die ihre Parzelle betreffende Änderungen prüfen möchten, sollten den aktuellen Stand über das GIS sowie die bei der Gemeindeverwaltung aufliegenden Revisionsunterlagen konsultieren.
GIS und Verwaltung der Gemeinde Guttet-Feschel
Gemeindeverwaltung
Kirchstrasse 2, 3956 Guttet-Feschel
Telefon: 027 473 17 70
E-Mail: gemeinde@guttet-feschel.ch
Öffnungszeiten
Montag: 15.00–18.00 Uhr
Donnerstag: 07.30–11.30 Uhr
Gemeindepräsident
Philipp Loretan
E-Mail: philipp.loretan@guttet-feschel.ch
Telefon: 079 324 43 19
Verantwortlicher (Raumplanung/Register)
Thierry Leiggener
E-Mail: thierry.leiggener@guttet-feschel.ch
Die Geschichte von Guttet-Feschel spiegelt sich in zwei parallel verlaufenden, aber eng verbundenen Dorfgeschichten wider. Guttet wird erstmals 1261 als de gottet urkundlich erwähnt; eine erste Kirche ist bereits 1520 belegt, der Neubau erfolgte 1874. Feschel, ursprünglich als Vexli oder Veselli («Hügel/Berg») bezeichnet, liegt auf einem markanten Hügelsporn und war bereits seit dem 5. Jahrhundert besiedelt, wie Bronzefunde belegen.
Jahrhundertelange Nachbarschaft vor der Fusion
Obwohl Guttet und Feschel über Jahrhunderte eigenständige Gemeinden blieben, bestanden schon früh enge gesellschaftliche Verbindungen. Die kirchliche Kooperation begann 1925 mit der gemeinsamen Pfarrei; 1969 folgte die Zusammenlegung der Friedhöfe, 1972 die gemeinsame Schule. Diese schrittweise institutionelle Annäherung bildete die Grundlage für die formelle Fusion am 1. Oktober 2000.
Das neue Gemeindewappen: ein langer demokratischer Prozess
Bezeichnend für die gleichberechtigte Fusion war die Wahl eines gemeinsamen Wappens: Nach einer ersten, von der Stiftung Schweizer Fahnen und Wappen als unheraldisch kritisierten Version (2004) musste die Bevölkerung 2010 erneut an die Urne, bevor das heutige Wappen mit Hirtenstab (für Guttet), Dreiberg und Sonne (für Feschel) eingeführt wurde.
Ein archäologisch reiches Gemeindegebiet
Das Gemeindegebiet von Guttet-Feschel gehört zu den archäologisch am besten dokumentierten kleinen Gemeinden des Bezirks Leuk: Von einem eisenzeitlichen Körpergrab (1897) über einen römischen Münzschatz bis zu den reich ausgestatteten frühmittelalterlichen Gräbern von Wiler (1944) und den jüngsten Notgrabungen von 2021/22 zeichnet sich eine nahezu durchgehende Besiedlungsgeschichte seit der Eisenzeit ab — ein Umstand, der bei künftigen Bauvorhaben im Gemeindegebiet stets mitzudenken ist.


























