Fiesch
Fiesch

GIS Fiesch

Am Fuss des Eggishorns (2934 m ü. M.) im oberen Rhonetal gelegen, ist Fiesch das touristische Herz des Goms und Ausgangspunkt zum UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn. Grundeigentümer, Kaufinteressenten und Fachpersonen aus der Immobilienbranche können online die Parzellendaten, Grundbuchpläne, Grenzpunkte und Gebäude dieser Gemeinde einsehen, deren historisch verstreute Ortsteile sich erst im Lauf der Jahrhunderte zum heutigen Dorf zusammenfanden.

Ein aus mehreren historischen Fraktionen entstandenes Gemeindegebiet

Das Gemeindegebiet von Fiesch erstreckt sich über 11,03 km², zwischen 974 und 2889 m ü. M. Der heutige Grundbuchplan vereint mehrere spätmittelalterliche Fraktionen, die ursprünglich eigenständig waren: Neben dem Hauptort Fiesch selbst gehörten dazu Uberegga, Spembule (heute Teil der Gemeinde Goms), Fuxwiler, Birchwiler und Moos, sowie ab etwa 1835 auch die ehemalige Gemeinde Wiler. Diese kleinteilige historische Struktur prägt bis heute die Parzellenverteilung im älteren Siedlungsgebiet.

Mit einer Bevölkerungsdichte von 81 Einw./km² und über 4000 Gästebetten (14 Hotels sowie zahlreiche Ferienwohnungen und Chalets) gehört Fiesch zu den am intensivsten touristisch genutzten Gemeinden des Gommertals. Dies spiegelt sich im Zonennutzungsplan wider: Neben den historischen Wohnzonen des alten Dorfkerns bestehen ausgedehnte touristische Sonderzonen rund um das seit 1967 erbaute Feriendorf sowie die Infrastruktur der Bergbahnen.

gis-fieschgis-fiesch

GIS Fiesch online konsultieren

Sie planen ein Bauprojekt in Fiesch und möchten eine Parzellennummer, einen Grenzpunkt oder eine Servitut (Selbstrecht) überprüfen? Über das öffentliche GIS der Gemeinde Fiesch lassen sich einsehen:

  • Der Grundbuchplan und die Parzellennummern

  • Grenzpunkte und Gebäudedaten

  • Der Zonennutzungsplan (ZNP)

  • Orthofotos des Gemeindegebiets

👉 Zum GIS Fiesch

Bald Unnergoms: eine bevorstehende Fusion mit Folgen für den Grundbuchplan

Eine wichtige Entwicklung für Grundeigentümer in Fiesch: Am 15. Juni 2025 stimmte die stimmberechtigte Bevölkerung von Fiesch, Lax und Bellwald einer Fusion zur neuen Gemeinde Unnergoms zu, die am 1. Januar 2027 in Kraft treten wird. Diese Zusammenführung dreier bisher eigenständiger Grundbuchpläne zu einem gemeinsamen System dürfte mittelfristig auch die Parzellennummerierung und Zonenordnung in Fiesch betreffen — ein Punkt, den Bauwillige bei langfristigen Projekten bereits heute mitdenken sollten.

GIS und Verwaltung der Gemeinde Fiesch

Adresse
Furkastrasse 44, 3984 Fiesch

Telefon
027 970 16 20

E-Mail
info@gemeinde-fiesch.ch

Öffnungszeiten Gemeindeverwaltung
Montag und Freitag: 09.30–11.30 Uhr
Dienstag und Donnerstag: 09.30–11.30 Uhr / 15.30–17.30 Uhr
Mittwoch: geschlossen
Termine ausserhalb der Öffnungszeiten nach Vereinbarung möglich

Geschichte des Gemeindegebiets: von der Bauernzunft zur Wintersportgemeinde

Die Geschichte von Fiesch reicht bis 1203 zurück, als der Ort erstmals in einer Urkunde des Abtes von Disentis unter dem Namen Vios erwähnt wurde. Bis ins 14. Jahrhundert lag der Grossteil der Gerichtsrechte bei der Familie Blandrate. Gemeinsam mit Lax bildete Fiesch bis 1798 eines der neun Viertel des Zenden Goms, entstanden aus dem Zusammenschluss mehrerer ursprünglich unabhängiger Fraktionen. Die Bewässerung des Tals wurde bereits im 14. Jahrhundert geregelt, gefolgt von den Statuten der Bauernzunft im Jahr 1470.

Kirchliche Eigenständigkeit und das Kloster Gnadenberg

Kirchlich unterstand Fiesch zunächst Ernen, bevor der Ort 1540 zum Rektorat erhoben wurde — obwohl bereits zuvor eigene Pfarrrechte (Friedhof, Taufstein) bestanden. Bemerkenswert ist die kurze Geschichte des Augustinerinnenklosters Gnadenberg, das 1339 in Ernen gegründet und bereits 1343 nach Fiesch verlegt wurde, bevor es 1489 aufgehoben wurde.

Vom Postrelais zur Tourismusgemeinde

Der Bau der Strasse ins Goms (Lax–Fiesch 1836, Fiesch–Fürgangen 1852–1863) sowie die Einrichtung eines Postrelais 1865 leiteten die touristische Erschliessung ein. Das Hotel Jungfrau am Fuss des Eggishorns eröffnete bereits 1856, gefolgt von weiteren Hotels in den 1870er-Jahren. Mit dem Bahnanschluss an die Furka-Oberalp-Bahn 1915 und dem Bau der Luftseilbahn Fiesch–Eggishorn (1964–1968) etablierte sich Fiesch endgültig als bedeutendste Tourismusgemeinde des Gebiets.

Zwischen Tradition und Wandel: das Gletschergebet

Eine bemerkenswerte lokale Tradition prägte Fiesch über vier Jahrhunderte: Die Bevölkerung betete ursprünglich für das Abschmelzen der einst das Tal bedrohenden Gletscher — ein Gelübde, das der Papst erst 2010 änderte, seither darf gegen das Verschwinden der Gletscher gebetet werden. Diese Umkehrung symbolisiert den tiefgreifenden Wandel der Beziehung zwischen der Gemeinde und ihrer alpinen Umgebung, die heute primär als touristische Ressource genutzt wird.

GIS Bellwald

GIS Binn

GIS Ernen

bellwald
bellwald
binn-wallis
binn-wallis
ernen-wallis
ernen-wallis

GIS Fieschertal

GIS Lax

gomsgoms
fieschertal-wallisfieschertal-wallis
lax-wallislax-wallis

GIS Obergoms

obergoms-wallis
obergoms-wallis