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GIS Leuk

Als Hauptort des gleichnamigen Bezirks liegt Leuk (Loèche) am rechten Rhoneufer, umgeben von Rebbergen und geprägt von seinem mittelalterlichen Bischofsschloss. Grundeigentümer, Kaufinteressenten und Fachpersonen aus der Immobilienbranche können online die Parzellendaten, Grundbuchpläne, Grenzpunkte und Gebäude dieser Gemeinde einsehen, die seit 2013 auch Erschmatt umfasst und sich als eine der wenigen Walliser Gemeinden über beide Rhoneufer erstreckt.

Ein Gemeindegebiet zwischen Weinbergen, Pfynwald und Rhoneebene

Das Gemeindegebiet von Leuk erstreckt sich über 55,36 km², vom sonnigen Rebhang oberhalb der Stadt bis in die Rhoneebene bei La Souste. Der Grundbuchplan zeigt eine Gemeinde mit ausgeprägtem Waldanteil: 46,2 % der Fläche sind bewaldet, wozu auch der Pfynwald zählt – einer der grössten zusammenhängenden Kiefernwälder Mitteleuropas. Die improduktiven Flächen machen 26,9 % aus, die Landwirtschaftsflächen 20,2 %, während Siedlungs- und Infrastrukturflächen nur 6,8 % des Gemeindegebiets beanspruchen.

Diese Gemengelage aus Rebbau, Wald und Flussebene stellt besondere Anforderungen an die Bewirtschaftung des Grundbuchs: Zahlreiche Parzellen im Bereich des unkanalisierten Rhonelaufs und des Pfynwalds unterliegen Nutzungsbeschränkungen im Zusammenhang mit Naturschutz und Vogelbrutgebieten, während die Rebparzellen am Sonnenhang eigenen Bewirtschaftungsauflagen unterliegen. Auch der Gemeindebesitz an Alpen (Grächten, Meschler, Märitschi, Ill) sowie am zum Golfplatz umgenutzten Leuker Grund prägt die heutige Parzellenstruktur.

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GIS Leuk online konsultieren

Sie planen ein Bauprojekt in Leuk-Stadt, Susten oder Erschmatt und möchten eine Parzellennummer, einen Grenzpunkt oder ein Selbstrecht überprüfen? Über das öffentliche GIS der Gemeinde Leuk lassen sich einsehen:

  • Der Grundbuchplan und die Parzellennummern

  • Der Zonennutzungsplan (ZNP)

  • Orthofotos des Gemeindegebiets

  • Grenzpunkte und amtliche Vermessungsdaten

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Zwei Rhoneufer, eine Gemeinde: eine seltene Konstellation im Wallis

Eine bauliche und grundbuchliche Besonderheit von Leuk: Die Gemeinde gehört zu den wenigen Walliser Gemeinden, die sich über beide Rhoneufer erstrecken. Während sich Leuk-Stadt und die Rebberge am rechten, südexponierten Hang befinden, liegt die Ortschaft Susten am linken Ufer im Talgrund, unterhalb des mächtigen Schuttkegels des Illgrabens. Diese geteilte Lage erfordert bei der Parzellenverwaltung eine besondere Aufmerksamkeit für die unterschiedlichen Gefahrenzonen beidseits der Rhone – insbesondere im Bereich des Illgraben-Kegels und entlang des unregulierten Flusslaufs im Pfynwald.

Der Bahnhofsbereich Susten wurde 2005 grundlegend umgestaltet (neue Rhonebrücke, neuer Bahntunnel Richtung Salgesch, verschobenes Bahnhofsgebäude), was auch im aktuellen Grundbuchplan dieses Sektors nachvollziehbar ist.

GIS und Grundbuchamt der Gemeinde Leuk

Grundbuchamt Leuk
Leukerstrasse 18, 3953 Leuk-Stadt

Schalteröffnungszeiten
Montag bis Freitag: 7:45–11:45 Uhr

Telefondienst
027 607 80 60
Montag bis Freitag: 8:00–12:00 / 14:00–17:00
Vorabend von Feiertagen: 8:00–12:00 / 14:00–16:00

E-Mail
GB-Leuk@admin.vs.ch

Geschichte des Gemeindegebiets: von der bischöflichen Mensa zur Handelsstadt

Die Geschichte von Leuk ist eng mit seiner Lage an der alten Handelsstrasse zwischen Norditalien und den Märkten der Champagne verknüpft. Bereits 515 n. Chr. wird der Ort erstmals als villa de Leuca urkundlich erwähnt, nachdem das Krongut zuvor vom Burgunderkönig Sigismund der Abtei Saint-Maurice geschenkt worden war. Nach mehrfachem Besitzerwechsel gelangte Leuk 1138 endgültig unter die Herrschaft des Bischofs von Sitten.

Handelsprivilegien und die drei Drittel der Burgschaft

Die geistlichen Landesherren förderten die Entwicklung des Ortes durch zahlreiche Freiheiten: 1209 erhielt Leuk ein eigenes Mass, 1285 ein Spital und 1310 eine Warensust mit eigenem Fuhrleutereglement. Bereits im 14. Jahrhundert gliederte sich die Burgschaft Leuk in die drei Drittel Loye, Tschablen und Galdinen, die sich zu eigenständigen Gemeinden mit wirtschaftlichen und sozialen Aufgaben entwickelten – eine Struktur, die bis heute in der Gemeindegeschichte nachwirkt.

Kriegerische Auseinandersetzungen und die Zerstörung der Dalabrücke

Durch die Dalaschlucht im Westen, die Rhone im Süden und die Feschelschlucht im Osten natürlich geschützt, war Leuk wiederholt Schauplatz militärischer Konflikte: 1296 siegten die bischofstreuen Landleute auf der Seufzermatte über den Oberwalliser Adel, 1386 zerstörten die Leuker die Dalabrücke, um den Vormarsch des Grafen von Savoyen zu verhindern, und 1415 wurden während der Rarner Kriege Bischofsschloss und Viztumsturm geschleift. Auf den Ruinen des Letzteren erbaute Ulrich Ruffiner 1541 das noch heute bestehende spätgotische Rathaus.

Vom Warentransport zur Telekommunikation

Wirtschaftlich stützte sich Leuk über Jahrhunderte auf Warentransport, Landwirtschaft, Alpwirtschaft und Weinbau. Im 20. Jahrhundert kamen der Kalksteinabbau in Susten sowie Arbeitsplätze bei den Alusuisse-Werken in Chippis und Steg hinzu. Seit 1972 prägt zudem die weithin sichtbare Satelliten-Bodenstation SES das Landschaftsbild und macht Leuk zu einem international bedeutenden Telekommunikationsstandort – ein Beispiel dafür, wie sich auch grossflächige technische Infrastrukturen im Grundbuch der Gemeinde niederschlagen.

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